Den neuen Partner den Kindern vorstellen: ein Plan über vier Wochen

Vom ersten Gespräch bis zum ersten gemeinsamen Abendessen zu Hause, mit Sätzen für ein Kindergartenkind, ein Volksschulkind und einen Teenager.

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Kurz gesagt: Zuerst muss die Beziehung tragen. Dann in vier Wochen: Gespräch mit dem Kind, kurzes Treffen an einem neutralen Ort, ein paar gemeinsame Ausflüge und erst danach ein Abend bei dir zu Hause.

Stell deinen Kindern einen neuen Partner erst vor, wenn du selbst sicher bist, dass er bleibt, und lass dir dabei Zeit. Viele Eltern warten einige Monate ab dem Beginn der Beziehung. Wenn es so weit ist, hilft dieser Plan über vier Wochen. Er ist keine Vorschrift: Braucht dein Kind länger, wird aus jeder Woche eben ein Monat.

Bevor du anfängst

Woche 1: reden, noch nicht treffen

Such dir einen ruhigen Moment, etwa das Samstagsfrühstück, nicht die Autofahrt zum Training und nicht das Zubettgehen. Kurz und einfach bleiben.

Kindergartenkind: „Ich hab eine Freundin, sie heißt Anna. Wir treffen uns manchmal, wenn du beim Papa bist. Irgendwann möchte ich, dass du sie auch kennenlernst.“

Volksschulkind: „Ich möchte dir was erzählen. Ich treffe mich mit jemandem, der mir wichtig ist. Zwischen uns ändert sich dadurch nichts, und zwischen dir und Mama auch nicht. Magst du etwas fragen?“

Teenager: weniger Worte, mehr Luft. „Ich will, dass du es von mir hörst: Ich hab jemanden kennengelernt. Du musst gar nichts dazu sagen. Wenn du so weit bist, können wir uns einmal treffen.“

Lass jede Reaktion zu: Schweigen, Ärger, Fragen nach Kleinigkeiten. Freude musst du nicht erwarten.

Woche 2: ein kurzes Treffen auf neutralem Boden

Nicht daheim und nicht bei einem Fest. Besser ein Ort, an dem das Kind beschäftigt ist und die Erwachsenen einfach dabei sein können: ein Spielplatz, ein Spaziergang am Fluss, im Sommer eine Stunde im Freibad. Eine halbe Stunde bis eine Stunde reicht.

Sag deinem Partner vorher: nicht beeindrucken wollen, keine Geschenke, das Kind nicht anfassen, wenn es nicht selbst kommt. Einfach ein freundlicher Erwachsener sein, der sich für die Sandburg interessiert.

Frag nachher nicht „Und, wie war's?“. Wenn dein Kind etwas sagen will, sagt es das. Wenn nicht, ist das auch eine Antwort.

Woche 3: zwei, drei gemeinsame Unternehmungen

Jetzt dürfen die Treffen etwas länger sein: eine Radtour, ein Eis nach dem Schulschluss, eine kleine Wanderung mit Jause. Wichtig ist, dass es etwas ist, das dein Kind gern macht, nicht das Hobby deines Partners, das es „mögen lernen“ soll.

Deine Aufgabe in dieser Woche: beobachten. Redet dein Kind direkt mit ihm oder nur über dich? Verabschiedet es sich entspannt? Wenn du Spannung merkst, geh einen Schritt zurück.

Woche 4: ein erster Abend bei dir

Ein gemeinsames Abendessen bei dir, wenn die Kinder bei dir sind. Kein Übernachten. Das Kind bleibt Hausherr in seinem Revier: sein Zimmer, seine Regeln, sein Platz am Tisch. Dein Partner ist Gast.

Die erste Übernachtung, während die Kinder da sind, schiebst du noch einige Wochen oder Monate hinaus. Für Kinder ist das ein großes Signal.

Typische Fehler

Wenn es danach doch auseinandergeht

Das passiert. Dann braucht dein Kind zwei Dinge: eine Erklärung und die Gewissheit, dass es nicht seine Schuld ist. „Anna und ich treffen uns nicht mehr. Das haben wir Erwachsenen so entschieden, mit dir hat das nichts zu tun.“ Hing dein Kind an ihr, darf es traurig sein. Beim nächsten Mal braucht es wahrscheinlich mehr Zeit.

Wenn beide Kinder haben

Haben beide Kinder, wird es komplizierter: deine jedes zweite Wochenende, seine in Doppelresidenz Woche um Woche. Manchmal gibt es kaum einen Tag, an dem alle zusammen sind. Der Sorgerechtskalender in PAM zeigt euch, wann sich freie Tage und Kindertage überschneiden, damit ihr realistisch planen könnt.

Ganz am Anfang? Lies sechs Schritte für Alleinerziehende. Ideen für gemeinsame Unternehmungen gibt es in Freizeit mit Kindern durchs Jahr, und für zögernde Mütter einen Brief.

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Häufige Fragen

Wie lange nach Beziehungsbeginn soll ich warten?
Ein festes Datum gibt es nicht, viele warten einige Monate. Wichtig ist, dass die Beziehung stabil ist und ihr beide wisst, dass es ernst ist.
Was, wenn mein Kind den neuen Partner nicht kennenlernen will?
Nicht drängen. Sag, dass du es verstehst, und versuch es in ein paar Wochen mit einem kürzeren, neutraleren Treffen wieder. Hinter dem Widerstand steckt oft die Angst, dass sich zwischen euch etwas ändert.
Soll ich es dem anderen Elternteil vorher sagen?
Ja, am besten selbst und bevor die Kinder den Partner treffen, kurz und ruhig. Dann muss das Kind nichts ausrichten.
Wo ist ein guter Ort für das erste Treffen?
Ein neutraler Ort, an dem das Kind etwas zu tun hat: Spielplatz, Park, Freibad. Eine halbe bis eine Stunde, ohne Geschenke und ohne große Ankündigungen.
Wann darf der Partner übernachten, wenn die Kinder da sind?
Nicht im ersten Monat nach dem Kennenlernen der Kinder. Lass dir mehr Zeit, bis die Kinder ihn gut kennen.

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